Allgemein · Elektroinstallation · Ideen

Hey, hey, Elektrohexe!

Guten Abend.

Heute gibts frischen Input für alle Strippenzieher oder Strippenziehenlasser. Da unser Schloß Holte im Reallife gerade fit für den Außenputz gemacht wird, wird es allerhöchste Eisenbahn hier mal etwas verlorenen Boden gut zu machen.

Der Innenputz ist fertig, von der Elektroinstallation also nichts mehr zu sehen. Grund genug, euch heute mal ein bisschen zu inspirieren.

Die meisten haben halt Wände mit Steckdosen, du hast Steckdosen mit etwas Wand.

So hat es, relativ treffend, unser lieber Nachbar beschrieben. Fangen wir ruhig mit der Wand an, die er wohl offenbar gemeint hat.

cof

Sieht tatsächlich nach reichlich Steckdosen aus, sind aber wirklich nur 8. Es handelt sich natürlich um die Mediawand im Wohnzimmer. Was mein Urgroßvater wohl dazu gesagt hätte, hätte ich ihm berichtet, dass wir ein Rohr hinter dem Fernseher einbauen lassen…

Heutzutage geht es ja aber schon fast nicht mehr ohne – will man den Fernseher magisch, frei schwebend, an der Wand haben – ohne rustikalen Kabelsalat – muss ein Leerrohr her. Das war auch das erste Mal, dass ich mich richtig darauf konzentrieren musste, immer den Fertigfußboden dazuzurechnen… sonst schaut das Leerrohr am Ende knapp über den Fliesen aus dem Boden.

Dazu gesellen sich die besagten 8 Steckdosen in der Mitte – auch das Lowboard wird am Ende an der Wand hängen. Wer will da schon einen Dreierverteiler am Boden liegen haben?

Unter den 8 Steckdosen kommen dann (v.l.n.r.) zwei doppelte Netzwerkdosen – denn ohne Zugang zum Internetz kann heute wirklich kein modernes Gerät mehr existieren. Daneben kommt – ganz altmodisch der TV Anschluss (für den Fall, dass das Internetz mit Netflix nicht funktioniert) und daneben ein Chinchanschluss. Diesen hätte ich fast vergessen, denn unser aktueller – passiver – Subwoofer wird über ein einfaches Lautsprecherkabel betrieben. Der neue Subwoofer wird aber durch Chinch angeschlossen und braucht auch noch seinen eigenen Stromanschluss – gut wenn man jetzt schon weiß, wo der Gute dann stehen wird.

DIe 4 Dosen daneben sind dann die Satelliten für die 5.1. Anlage. Die Lautsprecherkabel wurden ebenfalls bereits verlegt (das sind auch die beiden Dosen ganz rechts und links an der Wand). Ich wollte hier nur ein Lautsprecherkabel „aus der Wand gucken lassen“. Unser Elektromeister meinte aber, solche halben Sachen macht er nicht. Da kommt ne passende Dose hin und fertig. Wir sind ja hier nicht in [beliebiges Land einsetzen mit offensichtlich sehr rustikalem Elektrostandard]… Gut, wenn er das sagt – dann machen wir das so.

Das 5.1 Soundsystem wird übrigens das Consono 35 Mk3 5.1 Set von Teufel in weiß.

CONSONO
Teufel Consono 35 Mk3 5.1. Set

Hier steht Ihr die Wand, an welche später das Sofa kommt. Direkt neben das Sofa kommt dann der Subwoofer – extra dafür gibts den Stromanschluss unten in der Mitte mit der passenden Chinchdose. Ansonsten ist hier nicht viel Aufregendes. Neben dem Fenster kommt zum Einen ein Lautsprecheranschluss – damit wir die Raumschiffangriffe auch von hinten zu hören bekommen.
In vielen Fensterlaibungen haben wir ebenfalls Steckdosen installieren lassen – perfekt für die Weihnachtsdeko – die hoffentlich dieses Jahr zum ersten Mal für uns leuchtet.

Die elektrischen Rolladen erhalten auch ein Steuerungsmodul mit Zeitschaltung und Programmierfunktion von Berker. 85741189

Wir haben uns bewusst gegen eine zentrale Steuerung entschieden. War uns einfach zu teuer. Deshalb bekommt jedes Rollo seine eigene Steuerung, die dann programmiert wird.

cof

Die Installation der Küche erfolgte weitestgehend nach dem Plan des Küchenstudios. Ergänzt werden musste nur die Jalousiesteuerung und unser Unterputzradio.

Fürs Hausentertainment haben wir uns gegen eine zentrale Musikanlage mit vielen Lautsprechern entschieden. Das haben wir im Moment so und nutzen es so gut wie nie, da der Weg ins Wohnzimmer echt zu weit ist – und ehe der Reaktor hochgefahren ist… 😉
Wir haben in der Küche und im Esszimmer sowie im Hauptbad im OG also eine dezentrale Lösung. Damit Alexa künftig gut mit uns kommunizieren kann, bekommt sie ein Unterputzbluetoothmodul mit zwei Deckenlautsprechern. Der Echodot wird dann irgendwo unsichtbar platziert und voila – wir können auf Kommando neues Klopapier oder Mehl in den Einkaufswagen legen und unsere Lieblingsmusik hören 🙂

Den Echodot kennen sicher die Meisten. Das Bluetoothmodul kommt von der Firma „Eissound“ und passt in eine herkömmliche Unterputzdose.

sol_0229-00002-ws_1.jpg
Eissound Bluetooth In-Wall-Modul

Wenn „Alexa“ dann irgendwann auf „Jarvis“ reagiert, ist alles perfekt.

Die letzte Besonderheit ist unsere Klingel. Eine klassische Sprechfunklösung mit „Summer“ fand ich nicht wirklich sinnvoll. Wenn ich Besuch bekomme, empfange ich diesen schließlich an der Tür, und drücke nicht auf den Türöffner, damit der Besuch sich selbst zurecht findet. Außerdem denke ich, der Türumbau mit dem „Summer“ hätte auch die Sicherheit etwas beeinträchtigt.

Ebenfalls ein Nachteil einer klassischen Sprechanlage ist – das sagt ja der Name schon – das Sprechen. Der – vielleicht auch ungewollte Vertreterbesuch – hört also sofort, dass wir da sind. Ich möchte aber gern noch auf der Couch sitzend entscheiden, ob ich mich zur Tür bequeme. Also muss es eine Kameralösung sein, damit ich nicht für Hunz und Kunz aufstehen muss.

Hier hat uns dann schlussendlich die Optik überzeugt und wir haben uns für eine Lösung von Elcom entschieden:

1087618.jpg
Elcom Video-Set Esta

Sowohl die Außen- als auch die Innenstation sieht sehr schön aus und ist nicht zu auffällig groß.

Mehr Besonderheiten haben wir im Bezug auf die Elektrotechnik nicht. Am Ende kommen wir auf etwa 100 Steckdosen und insgesamt 12 Netzwerkdosen. Jedes Kinderzimmer hat eine Doppelte bekommen, im Flur OG ist auch eine Doppelte für einen WIFI-Accesspoint und im Arbeitszimmer gibts auch eine Doppelte.

Am Ende sah es bei uns gut verkabelt aus und wir glauben an alles Gedacht zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass jeder Kabelanfang auch sein Kabelende findet und alles gut funktioniert – aber da haben wir wirklich keine Bedenken bei unserer Elektrofirma.

Kleiner Apptipp übrigens für alle Gardinenstangenanbohrer und Bilderaufhänger.

ImageMeter

Damit könnt ihr super eure Wände fotografieren und die Leitungen vermessen. Ich habe alle Wände „katalogisiert“, damit ich später weiß, wo die Strippen liegen 🙂

Heute also eher ein nüchterner Sachbeitrag, aber das muss auch mal sein, bei so einem ernsten Thema.

In diesem Sinne – frohe Pfingsten.

erik

Ein Kommentar zu „Hey, hey, Elektrohexe!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s