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Diagnose – Bauerherrenherzrhythmusstörung

Ich habe ihn nicht gesehen, aber er muss da gewesen sein. Der tapfere Prinz, der unsere Baustelle aus dem Winterschlaf wachgeküsst hat.

Die Blicke aufs Thermometer haben im Januar und Februar wirklich keinen Spaß gemacht – Minusgrade hier, Minusgrade da. Jeden Abend ein gewagter Blick auf die Wetterprognosen und anschließend ins Bauherrenforum.

Ab welchen Außentemperaturen kann gemauert werden?

Die Antwort war immer recht eindeutig. 5 Grad sollte es schon haben – und zwar relativ konstant. Die Steine sollten jedenfalls nicht gefroren sein. Anderenfalls kannst Du ohne Probleme die Mauer am nächsten Tag wieder in Ihre Einzelteile zerlegen. Das sind ja super Prognosen.

Am 27. Februar hab ich dann Herrn Ortlepp – unseren Bauleiter und Chef unserer Baufirma MAB Hausbau angerufen, um Ihm zu sagen, dass ein weiterer Orkan dem Dixiklo Flügel verliehen hat… (vielen Dank an Henry für den Hinweis)

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Bei dem Telefonat hab ich dann erfahren, dass die Baustelleneinrichtung bald kommt – inklusive Kran. Für Béla war das das höchste der Gefühle! Nachdem Ihm der Weihnachtsmann endlich einen ferngesteuerten Kran gebracht hat, bekommen wir nun einen richtig Echten auf unser Grundstück. Irre.

Tatsächlich kam auch am selben Tag die Baustelleneinrichtung und bald darauf Kran und Steine.

Schon am nächsten Wochenende konnten wir die zukünftigen Mauern abschreiten. Nun war die Zeit gekommen, wo sich unserer geplanter Grundriss Stück für Stück realisieren lässt.

Ich war zu dem Zeitpunkt sichtlich überrascht, denn unsere Außenwände wurden mit zwei Horizontalsperren gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Die aktuelle DIN schreibt wohl nur noch eine Horizontalsperre vor, umso mehr bin ich über die Doppelte erstaunt. Früher scheint 2-3 mal üblich gewesen zu sein – wir sind also beruhigt, denn das Qualitätsversprechen unserer Baufirma zeigt sich auch an solchen Details.

Nichtsdestotrotz hat auch mich an dieser Stelle die übliche Bauherrenherzrhythmusstörung heimgesucht. Mein erster Gedanke war, wie bei so vielen anderen Bauherren wohl auch:

Wie um alles in der Welt sollen unsere Möbel hier rein passen? Müssen wir die Couch hochkant stellen?

Schon eine Woche später sollte Ruhe einkehren, aber ich hab trotzdem die Wände mit meinem tollen Lasermessgerät nachgemessen. Nicht, dass ich der Baufirma misstraue – es war eher zur Selbstberuhigung.

Das Wochenende haben wir dann damit verbracht, hin und wieder nach dem Rechten zu schauen und die Mauerkronen wieder abzudecken. Sturm und Regen war nicht zu verhindern, aber man kann ja das Beste tun, um seine Mauern zu schützen.

In der nächsten Woche hat es dann auch wieder einen großen Ruck getan. An der Stelle möchte ich meine Hochachtung vor dem Maurerteam zum Ausdruck bringen. Wind und Wetter trotzend haben die Jungs ein Wahnsinnstempo an den Tag gelegt und uns ein Stück näher ans Ziel gebracht. Chapeu an dieser Stelle.

Dieses Wochenende können wir schon durch unser Erdgeschoss laufen und die Eindrücke wirken lassen. Mit dem Lasermessgerät im Anschlag konnten wir die Räume schon gedanklich einrichten und haben doch die ein oder andere Perspektive aus unserem Planungsprogramm wiedererkannt. Wahnsinn, wie schnell eine Vision Gestalt annimmt.

An dieser Stelle möchten wir euch gern den Vergleich zur Planung zeigen – ja, es wird tatsächlich das geplante Haus! (Farben werden abweichen…)

Ich denke, dass ich das nächste Mal über die Zwischendecke berichten darf. Die Stahlmatten liegen jedenfalls schon parat. Sobald die Innenwände stehen dürfte es losgehen.

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